PsoNet 2.0 im Fokus

| 29. September 2016

DRESDEN – Zukunftspläne zum Ausbau und zur Weiterentwicklung des PsoNet Dresden/Ostsachsen standen beim interdisziplinären Mitgliedertreffen im Frühling im Vordergrund. Dabei ging es vor allem um die langfristige Umsetzung der Ziele eines „PsoNet 2.0“, die erstmals auf einem Treffen der Netzwerksprecher Anfang dieses Jahres in Berlin diskutiert worden waren. Unter anderem soll die Psoriasis als eine wichtige Säule des Fachgebietes Dermatologie mit Dynamik gegenüber den Krankenkassen positioniert werden, wie Dr. Susanne Abraham von der Universitätshautklinik Dresden ausführte. Zudem sollte eine bessere Verzahnung von Klinik und Niederlassung bei der Betreuung betroffener Patienten angestrebt werden.

Darüber hinaus stellte die Hautärztin mögliche Kriterien für eine Mitgliedschaft im „PsoNet 2.0“ vor. Angedacht ist eine dreistufige Versorgungskette, bestehend aus einer hausärztlichen Grundversorgung mit strukturierter Überweisung, topischer Therapie sowie Fortführung der fachärztlichen Systemtherapie und Diagnostik und Kontrolle von Komorbiditäten. Auf der Ebene der dermatologischen Versorgung sollen diese Kriterien ergänzt werden durch UV-Therapie, konventionelle Systemtherapie sowie eine leitliniengerechte Therapieoptimierung. Auf der Stufe der fachärztlichen Schwerpunktversorgung durch Dermatologen und Rheumatologen kommen dann noch ein interdisziplinäres Fallmanagement, der Einsatz von Biologika und möglichst der Einschluss beim Psoriasisregister PsoBest hinzu.

In einem ersten Schritt ist nun die Nennung der Mitglieder des PsoNet Dresden/Ostsachsen auf dem PsoNet-Portal (www.psonet.de) entsprechend dieser Einstufung geplant. Außerdem soll ein standardisierter Psoriasis-Fragebogen für zuweisende Ärzte etabliert und als Instrument zwischen allen Netzmitgliedern genutzt werden. Bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte PsoNet-Sprecher Prof. Stefan Beissert über die mögliche Perspektive der Bildung eines Psoriasisnetzes Gesamtsachsen berichtet. Erstellt ist zudem ein gemeinsames Positionspapier mit Prof. Jan Simon, Leipzig, und Dr. Lutz-Uwe Wölfer, Görlitz. Erklärtes Ziel ist eine leitliniengerechte Versorgung der Psoriasispatienten in Sachsen und die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen.

Category: Dresden, Regionale Netze

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