Inflammatorische Hauterkrankungen verstehen

| 29. September 2016
Will mit dem Projekt Transregio (SFB TR) 156 die Erforschung inflammatorischer Hauterkrankungen vorantreiben: PsoNet-Heidelberg-Sprecher Prof. Alexander Enk. - © A. Enk

Will mit dem Projekt Transregio (SFB TR) 156 die Erforschung inflammatorischer Hauterkrankungen vorantreiben: PsoNet-Heidelberg-Sprecher Prof. Alexander Enk. – © A. Enk

HEIDELBERG – Die Universitätshautklinik Heidelberg nimmt an einem überregionalen Forschungsprojekt zum besseren Verständnis inflammatorischer Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte teil. „Bislang ist das kutane Immunsystem hauptsächlich aus relativ engen Blickwinkeln studiert worden, beispielsweise indem spezifische Erkrankungen oder Zellen untersucht wurden“, erläutert PsoNet-Heidelberg-Sprecher Prof. Alexander Enk, der den Vorsitz des Sonderforschungsbereiches Transregio (SFB TR) 156 „Die Haut als Sensor und Initiator von lokalen und systemischen Immunreaktionen“ übernommen hat. Der bisherige enge Ansatz, so Enk, könne unmöglich die sehr komplexen molekularen und zellulären Interaktionen in der Haut in ihrer Gänze erfassen.

Deshalb erforschen im SFB-TR 156 Wissenschaftler aus den Disziplinen Immunologie, Mikrobiologie und Dermatologie gemeinsam die Ursachen von entzündlichen Hauterkrankungen. Zentrale Ansatzpunkte für die Untersuchungen sind die noch weitgehend unerforschten molekularen und zellulären Interaktionen in der Haut: Wie beeinflussen die verschiedenen Zelltypen der Haut weitere Immunzellen und damit die vielschichtige Krankheitsabwehr des Körpers? Ganz konkret widmen die Forscher sich der Frage nach dem Wirkungszusammenhang zwischen Ungleichgewichten im zellulären Mikromilieu sowie Wechselwirkungen mit Mikroorganismen auf der Haut und krankmachende Mechanismen.

Am Sonderforschungsbereich beteiligt sind neben der Universitätsklinik Heidelberg die Universitäten Mainz und Tübingen. Das Projekt wird für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit insgesamt 11,8 Millionen Euro gefördert. „Das Ziel ist es, die Hautimmunität in ihrer Komplexität zu verstehen, um eine Basis für therapeutische Interventionen zu bilden“, betont Enk.

Category: Heidelberg, Regionale Netze

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