Stabile Versorgung mit neuen Präparaten

| 21. April 2016
 © Dr. Raimund Paech BU: Dr. Raimund Paech hatte überwiegend gute Nachrichten zu berichten. Allerdings wurde ein geplantes Projekt für mehr Bewegung auf Eis gelegt, da sich die Psoriasis-Patienten nicht dafür interessierten.

© Dr. Raimund Paech
Dr. Raimund Paech hatte überwiegend gute Nachrichten zu berichten. Allerdings wurde ein geplantes Projekt für mehr Bewegung auf Eis gelegt, da sich die Psoriasis-Patienten nicht dafür interessierten.

ROSTOCK – Über einen Zuwachs von drei auf nunmehr 15 Mitglieder im Jahr 2015 freute sich Dr. Raimund Paech auf dem Treffen des PsoNet Mecklenburg-Vorpommern, das im Rahmen der BVDD-Landestagung stattfand. Damit sind rund 25 Prozent der Praxen im Flächenstaat an der Ostsee im PsoNet organisiert. Eine personelle Stärkung wünscht sich der PsoNet-Sprecher insbesondere noch für den Westen des Landes. Bei dem Treffen präsentierte er auch die aktuellen Ergebnisse der regelmäßig durchgeführten landesweiten Umfrage innerhalb der Fachgruppe zum Stand der Psoriasis-Versorgung. Sein Fazit: „Eine stabile Versorgung der Patienten, auch mit Biologika, ist in Mecklenburg-Vorpommern gewährleistet.“ Überrascht sei er beispielsweise darüber gewesen, dass bereits 16 Praxen das erst Anfang 2015 zugelassene Biologikum Apremilast verordnet haben.

„Ich bin zuversichtlich, dass sich die Kollegen trauen, die modernen Präparate einzusetzen“, betonte der neubrandenburgische Hautarzt. Unterstützt wird diese Entwicklung durch die in Mecklenburg-Vorpommern entspannte Regresssituation, mit keinem einzig bekannten Fall in Folge systemischer Psoriasistherapien.

Paechs Umfrage unter den rund 60 Hautarztpraxen und drei Kliniken im Land brachte zudem ein weiteres bemerkenswertes Detail zutage: Erstmals hatte er den Einsatz klassischer Lokaltherapien abgefragt – mit überraschendem Ergebnis: elf Praxen verordnen noch Pix Lithanthracis, 28 Dithranol. „Über diese Wirkstoffe spricht kaum noch jemand, dabei haben sie sich bewährt bei Fällen, bei denen keine Systemtherapie gewünscht wird oder nicht indiziert ist“, so Paech, der die Wirkstoffe selbst nach wie vor verordnet.

Category: Mecklenburg-Vorpommern, Regionale Netze

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