Mehr als nur eine Mode

| 21. April 2016

ERLANGEN – „Die anfängliche Erwartung einer vorübergehenden Mode ist der Einsicht gewichen, dass Biologika trotz ihrer hohen Kosten bei bestimmten Indikationen effektiv und gut verträglich eingesetzt werden und einen festen Platz in der Medizin gefunden haben“, zog PsoNet-Nordbayern-Sprecher Prof. Michael Sticherling das Fazit am Ende des klinisch-wissenschaftlichen Teils des 8. Erlanger Psoriasis-Tages. Zuvor hatte Prof. Jörg Prinz von der Universitätshautklinik München die rund 30 Teilnehmer unter anderem daran erinnert, dass für die TNF-alpha-Blocker inzwischen die längste Erfahrung besteht, wobei Etanercept aufgrund seiner Halbwertszeit unter klinischen Bedingungen am besten steuerbar ist sowie eine bedarfsgerechte intermittierende Therapie zulässt. Die Pathogenese der Psoriasis-Arthritis und ihre Behandlung stellte Internist Dr. Jürgen Rech vom Universitätsklinikum Erlangen vor, während Dr. Rieke Alten von der Schlosspark-Klinik in Berlin die Entwicklung von Biosimilars und deren zukünftige Bedeutung im Therapiespektrum von chronisch-entzündlichen Erkrankungen darlegte. Sie unterstrich, dass die durch EMA und FDA definierten Qualitätskriterien für Biologika eine hohe Konstanz und Qualität der Produkte fordern. Es bleibe abzuwarten, inwieweit sich der Pharmamarkt ökonomisch und das klinisch-medizinische Vorgehen durch die Biosimilars verändern werden.

 

Category: Nordbayern, Regionale Netze

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