Lehrer einbeziehen

| 21. April 2016

KÖLN – Die Behandlung der kindlichen Psoriasis stand im Mit­telpunkt des jüngsten Qualitätszirkels des Kölner PsoNet im vergangenen Jahr. Dabei erläuterte Dr. Dagmar Wilsmann-­Theis, Oberärztin an der Universitätshautklinik Bonn, dass sich die Inzidenz bei Kindern in den letzten Jahren verdoppelt hat. Selten erkranken Kinder an einer Psoriasis-Arthritis, trotzdem könne sie in jedem Lebensalter auftreten. Häufiger ist dagegen ein Nagelbefall festzustellen. „Über 40 Prozent der Kinder mit Schuppenflechte sind davon betroffen“, so die Hautärztin. Zudem geht zumeist eine BMI-Erhöhung einer Manifestation der Psoriasis voran. Darüber hinaus erinnerte Wilsmann-Theis bei der Darstellung der Therapieoptionen daran, dass als Systemtherapie Acitretin bei Kindern zugelassen und insbesondere bei der Psoriasis pustulosa sinnvoll ist. Etanercept ist ab sechs Jahren als Second-Line-Therapeutikum zugelassen und wirkt bei Kindern insgesamt besser als bei Erwachsenen. Bei Nichtansprechen einer topischen Therapie könne zudem Adalimumab ab einem Alter von vier Jahren als Ersttherapeutikum eingesetzt werden. Ustekinumab ist erst ab zwölf Jahren und zur Second-Line-Behandlung zugelassen, wie die Oberärztin ausführte. Zudem riet sie mit Blick auf ein umfassendes Therapiemanagement, auch das Umfeld der jungen Patienten wie beispielsweise die Lehrer miteinzubeziehen.

Category: Köln, Regionale Netze

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