Psoriasis: “Bitte berühren” nicht nur am Tag der Umarmungen

| 12. Januar 2016

Bitte-beruehren-2

BERLIN – Betroffene und Hautärzte setzen ein Zeichen gegen Distanzierung. 

Am 21. Januar, dem  Internationalen Tag der Umarmung,  fallen sich Fremde auf Straßen und Plätzen in die Arme. Seit 25 Jahren folgen mehr und mehr Menschen rund um den Globus dem Aufruf, am salopp auch als „Weltknuddeltag“ bezeichneten Datum ein Zeichen zu setzen:  für mehr Nähe und Mitmenschlichkeit weltweit.

Passend zu diesem Anlass startet der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) eine emotionale Aufklärungskampagne zum Thema Schuppenflechte. Hautärzte und Selbsthilfeorganisationen wollen in den dann folgenden zwölf Monaten gemeinsam unter dem Motto „Bitte berühren“ Zeichen setzen: gegen Distanzierung, für mehr Nähe.

Im Aktionsaufruf der Kampagne zum 21. Januar heißt es wörtlich: „Machen Sie mit beim Internationalen Tag der Umarmung. Zeigen Sie Nähe. Gehen Sie auch und gerade auf jene zu, die oft an den Rand gedrängt werden und häufig im Abseits stehen! Dazu zählen ganz besonders oft Hautkranke und insbesondere Schuppenflechtekranke.“

Wer die „Bitte berühren-Initiative“ unterstützen will, hat dazu am 21. Januar ab acht Uhr früh in der Bundeshauptstadt am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor Gelegenheit. Dort gehen Hautärzte und Betroffene gemeinsam auf die Straße, verteilen Flugblätter, umarmen Passanten und sammeln Fotos für eine Unterstützer-Bildergalerie auf der Website von www.bitteberuehren.de. (Die Website wird am 21. Januar freigeschaltet) Doch auch, wer nicht an diesem Tag nach Berlin kommt, kann mitmachen und beispielsweise ein Umarmungsfoto per Mail an info@bitteberuehren.de schicken.

Anderen nahe zu sein und sich zu zeigen, ist gerade für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte mit Ängsten und Unsicherheiten verbunden – auch im Alltag. Ihre Mitmenschen gehen auf Distanz, sobald deutliche Hautveränderungen sichtbar werden, obwohl Schuppenflechte nicht ansteckend ist.

Bei Schuppenflechte leiden Betroffene unter stark schuppenden Hautstellen – häufig an der Kopfhaut, manchmal im Gesicht, an Händen und Füßen, den Ellenbögen und Knien oder sogar an den Genitalien. Schwerwiegender als die schmerzenden und stark juckenden Hautstellen sind die zwischenmenschlichen Probleme.

Bitte-beruehren-1

Der erste Schritt, um sich als Betroffener wieder wohl zu fühlen und Körperkontakt zulassen zu können, ist der Besuch eines Hautarztes. „Dank moderner, nebenwirkungsarmer Therapien können Betroffene selbst in schweren Fällen heute innerhalb weniger Wochen eine sichtbare Besserung der Krankheitszeichen und damit eine deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität erwarten“, so Dr. Klaus Strömer, Dermatologe und Präsident des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen. „Mit der Kampagne möchten wir Betroffenen Mut machen, eine Therapie aufzunehmen.“

Die bundesweite Kampagne „Bitte berühren“ ist eine Aktion der Initiative „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“. Ihr gehören neben dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm) sowie der bundesweite Zusammenschluss der regionalen Psoriasisnetze in Deutschland (PsoNet e.V.) an. Auch die Patientenplattform „Psoriasis-Netz.de“ beteiligt sich. Unterstützt wird „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“ darüber hinaus von: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Celgene GmbH, Janssen-Cilag GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH.

Weitere Infos: BVDD-Pressestelle, Wilhelmstr. 46, 53881 Euskirchen Tel.: 02251 776 25 25

Tags:

Category: PsoNet Deutschland

Comments are closed.

Share This