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| 15. Oktober 2015

MÜNSTER – Vor dem Hintergrund, dass viele Kinder aufgrund von Zulassungsbeschränkungen keine spezifische Psoriasistherapie erhalten, hat das PsoNet Münsterland ein entsprechendes Symposium ausgerichtet. „Zudem bestand im lokalen Qualitätszirkel der Hautärzte großes Interesse an einer Fortbildung zum Thema kindliche Psoriasis inklusive Arthritis“, erläutert Netzsprecher PD Dr. Vinzenz Oji von der Universitätshautklinik Münster. Den Hauptvortrag der mit über 40 Teilnehmern – darunter auch Kinderärzte und Rheumatologen – gut besuchten Veranstaltung gestaltete Hautärztin Dr. Rebekka Salgo, die nicht nur eine auf Kinder spezialisierte Praxis in Frankfurt führt, sondern auch viele Jahre in der Psoriasisforschung tätig war. Sie warnte insbesondere davor, dass Psoriasis bei Kindern deutlich unterdiagnostiziert sei. „Gerade von Nicht-Dermatologen wird sie fast nie erkannt und in rund 90 Prozent der Fälle als atopische Dermatitis fehldiagnostiziert“, so Salgo. Darüber hinaus erläuterte die Frankfurter Dermatologin, dass Psoriasis bei Kindern auch nach der Diagnose häufig untertherapiert bleibe. Als wichtigste Komorbidität nannte sie Adipositas. „Diese erhöht das Risiko für ein Psoriasis drastisch“, unterstrich Salgo und zog das Fazit, dass Kinder mit Psoriasis häufig eine starke Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität erfahren

Category: Münsterland, Regionale Netze

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