Zwischen Biosimilars und small molecules

| 27. Februar 2015

OESTRICH-WINKEL – Fortbildung, Informationsaustausch und „netzwerken“. Das war der Dreiklang, der die dritte Praxistagung des Psoriasispraxisnetzes Süd-West bestimmte. Das beherrschende Thema der Fortbildung aber stellte der nächste Innovationsschub bei der systemischen Therapie der Psoriasis dar, vor dem die Fachgruppe und ihre Patienten in den nächsten Jahren stehen.

Die Therapie der Schuppenflechte befindet sich in einer Phase starken Wachstums, wie Prof. Matthias Augustin berichtete. Über 30 neue topische und systemische Wirkstoffe stehen kurz- und mittelfristig vor der Markteinführung in der Dermatologie, so der Leiter des Competenzzentrums Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm).

Das Szenario ist vielschichtig: Auf der einen Seite läuft für die Pioniere unter den Biologika der Patentschutz aus. Damit wird der Weg frei für Nachahmerpräparate, sogenannte Biosimilars, wie der Hamburger Kliniker erläuterte. Andererseits stehen eine Reihe neuer Biologika und mit den „small molecules“ weitere neue Substanzklassen unmittelbar vor der Markteinführung. Deren Wirkmechanismus setzt – anders als bei den Biologika – nicht mehr an den Rezeptoren und deren Botenstoffen (Zytokinen) auf der Zelle an, sondern greift innerhalb der Zelle in die Entzündungskaskade ein, die eine Schuppenflechte in Gang hält, wie Augustin und sein Mitarbeiter am CVderm PD Dr. Marc A. Radtke exemplarisch an zwei Wirkstoffen verdeutlichten.
Weitere Ergebnisse der Praxistagung lesen Sie in der nächsten Ausgabe des PsoNet-Magazins.

Category: Regionale Netze, Südwest

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