Kooperation weiter unzureichend

| 26. Februar 2015

LEIPZIG – Eine Studie des PsoNet Leipzig zeigt, dass von den darin eingeschlossenen Psoriatikern und Verdachtsfällen etwa doppelt so viele vom Dermatologen (41 %) wie vom Hausarzt (20 %) betreut werden. 39 % stehen nach eigenen Angaben jedoch in keiner ärztlichen Behandlung.

„Dieses bedenkliche Ergebnis unterstreicht noch einmal die wichtige Rolle des Allgemeinmediziners, wenn es darum geht, behandlungsbedürftige Patienten zu erkennen und von der Notwendigkeit einer Therapie zu überzeugen”, erläutert Mitautor Dr. Dietrich Barth aus Borna. Sein Fazit der Studie fällt eindeutig aus: „Dermatologen und Hausärzte sind auch weiterhin in besonderem Maße gefragt, die mit der WHO-Resolution vom Mai 2014 aufgezeigten zahlreichen Defizite in der Betreuung Psoriasiskranker zu erkennen und zu beheben.“

Das PsoNet Leipzig hatte zusammen mit dem Leipziger Gesundheitsnetz, einem regionalen Praxisnetz mit 105 Haus- und Fachärzten sowie Therapeuten, eine Umfrage in drei zufällig ausgewählten allgemeinärztlichen Praxen durchgeführt, um Informationen über Umfang und Betreuungswege von Psoriasispatienten zu erhalten.

Category: Leipzig / Westsachsen, Regionale Netze

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