Ein Drittel der Patienten ist abgetaucht

| 20. Februar 2015

BERLIN – Mehr als ein Dritteln aller Psoriatiker bleiben nach vorsichtigen Schätzungen unversorgt. Sie sind abgetaucht, ihre medizinische Versorgung findet nicht mehr statt. „Wo sind diese Patienten?“, fragt Dr. Thomas Stavermann. Der neue Vorsitzende des Psoriasisnetzes Berlin-Brandenburg hat sich gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen und den Mitgliedern des Netzwerkes fest vorgenommen, diesen Missstand in und um Berlin zu beenden. „Die Versorgung entzündlicher Hauterkrankungen ist eine Kernkompetenz der Dermatologie,“ sagt Stavermann. Jahrzehnte hatten wir den Betroffenen außer Kortisonsalben nur wenig zu bieten. Das hat sich geändert,“ so der in einer großen Berliner Gemeinschaftspraxis tätige Hautarzt.

Das im Oktober 2008 gegründete Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, flächendeckend in beiden Bundesländern die Versorgung von Schuppenflechtekranken auf der Grundlage wissenschaftlicher Leitlinien zu verbessern. Eine verstärkte Pressearbeit soll das Netz in der Öffentlichkeit stärker wahrnehmbar machen. Dem dient auch der neue Internetauftritt unter www.psonet-bb.de, der sich an Betroffene wie Ärzte gleichermaßen richtet.

Die Netzleitung ist paritätisch gesetzt. Die 2. Vorsitzende, Dr. Sandra Philipp, leitet das Psoriasiszentrum an der Berliner Charité. Beisitzerin PD Dr. Barbara Hermes ist als Oberärztin am Vivantes Klinikum in Friedrichshain tätig. Schatzmeisterin Dr. Margrit Simon ist in Berlin-Schöneberg als Vertragsärztin niedergelassen, ihr Vorstandskollege und Schriftführer Dr. Markus Friedrich unweit von Berlin in Oranienburg.
Mehr über die berufspolitischen Ziele des PsoNet Berlin-Brandenburg erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des PsoNet-Magazins.

Category: Berlin und Brandenburg, Regionale Netze

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