Information zur Versorgung der Schuppenflechte
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Fakten zur Versorgung der Psoriasis in Deutschland 2010PROF. M. AUGUSTIN, CVDERM HAMBURG Klinische MerkmalePsoriasis vulgaris = chronisch-entzündliche Systemerkrankung auf genetischer Grundlage. Primäre Manifestation an der Haut, aber auch entzündliche Vorgänge an anderen Organen. Typische Lokalisationen und Morphologie. Epidemiologie in DeutschlandIn Deutschland häufige Erkrankung:
Wichtige Symptome (Durchschnittswerte):
Komorbidität (Begleiterkrankungen)Patienten mit Psoriasis leiden gegenüber anderen 2-3x häufiger unter:
Unbehandelte schwere Psoriasis geht mit einer um 1-3 Jahre verringerten Lebenszeit einher.
KrankheitslastCa. 35% der Patienten mit Psoriasis weisen starke bis sehr starke Einbußen der Lebensqualität auf:
ÖkonomiePsoriasis ist von erheblicher ökonomischer Bedeutung für Kostenträger, Patienten und Volkswirtschaft.
VersorgungsbedarfPatienten mit Psoriasis vulgaris weisen aufgrund der Krankheitsschwere, der eingeschränkten Lebensqualität und der Komorbiditäten einen hohen Versorgungsbedarf auf. Dies gilt für etwa 90% der Betroffenen, entsprechend ca. 1,8 Mio. Personen in Deutschland.
VersorgungsangebotZur Therapie der Psoriasis vulgaris stehen aktuell 7 topische und 9 systemische Wirkstoffe sowie die UV-Therapie zur Verfügung. Versorgt wird im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich sowie durch stationäre REHA.
VersorgungsstrukturNach den Daten der GKV wird die Versorgung der Patienten mit Psoriasis weit überwiegend durch Dermatologen und Hausärzte geleistet. Den Dermatologen kommt bei Neuauftreten, schweren Verläufen und Rezidiven die führende Rolle zu (insgesamt ca. 65% der Erstkontakte), während Hausärzte insbesondere die Folgeverordnungen und –visiten durchführen.
PsoBest: Deutsches PsoriasisregisterMehr Patientensicherheit durch Register: Im Jahr 2008 wurde vom CVderm mit dem Deutschen Psoriasisregister „PsoBest“ ein umfassendes Patientenregister zur Erfassung der Langzeitverläufe von System- und Biologikatherapie eingerichtet. Bislang sind 524 Dermatologen in Klinik und Praxis beteiligt. Zielparameter sind sowohl die Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen wie auch die Sicherheit der Behandlungen. Angestrebt wird die Aufnahme von mind. 3500 Patienten, die jeweils über 5 Jahre beobachtet werden. PsoBest ist Mitglied der europäischen Psoriasisregister und über CVderm und DDG federführend an der Entwicklung des deutschen Memorandums zur Methodik von Patientenregistern beteiligt.
Hintergrundinformationen PsoNet – Regionale PsoriasisnetzeWas ist PsoNet?
In regionalen Netzen arbeiten dermatologische Praxen und Kliniken in der Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis zusammen. Das Netz steht allen Dermatologen offen. Der kontinuierliche fachliche Austausch, die einheitliche Implementierung der S3-Leitlinie und ein kontinuierliches Qualitätsmanagement sichern eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau. Auf diese Weise wird die Versorgungsqualität der Psoriasis in Deutschland Schritt für Schritt verbessert. 1,6 Millionen Betroffene bekommen neue Chancen auf schnelle und nachhaltige Heilung ihrer Krankheit. Fachärzte für Dermatologie gründen regionale Psoriasisnetze eigenständig; sie verwalten und koordinieren Maßnahmen wie bspw. regionale Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen. Für Gründung und Gestaltung der Praxisnetzwerke hat die Deutsche Dermatologische Akademie (DDA) in Zusammenarbeit mit dem CVderm einen Katalog von Qualitätskriterien erarbeitet. Das CVderm unterstützt die beteiligten Praxen und Kliniken durch koordinierende, moderierende und evaluierende Maßnahmen auf regionaler und bundesweiter Ebene. Wer profitiert von PsoNet? Die Patienten:
Die Dermatologen:
Fakten zu Kindern und Jugendlichen mit PsoriasisEpidemiologie
Von 1,34 Mio. Versicherte der GKV:
Komorbidität (Begleiterkrankung)Prevalence of comorbidities (%) in persons in the age range 0-20 years with psoriasis (n=2.549) and without psoriasis (n=331758)
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